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A Silent Voice

© Yoshitoki Ōima

A Silent VoicevonYoshitoki Ōima

Übersetzung: Christine Steinle,

> nominiert durch das Publikum

Egmont Manga

Leseprobe

Wenn in Comics gesellschaftliche Missstände aufgegriffen werden und dies auch noch explizit mit der Unterstützung eines Interesssenverbandes geschieht, dann gehören diese leider viel zu oft der Kategorie „gut gemeint“ an. Dass der Fall bei „A Silent Voice“ deutlich anders gelagert ist, zeigt schon der Umstand, dass die Künstlerin Yoshitoki Ōima ihren Manga aufgrund des großen Erfolgs zweimal ausbauen musste, bis aus der ursprünglich 48-seitigen Geschichte eine Serie von sieben umfangreichen Taschenbüchern entstand. Geschildert werden die Probleme, mit denen das gehörlose Mädchen Shōko an einer öffentlichen Schule konfrontiert ist. Insbesondere ein Mitschüler, Shōya, macht ihr das Leben regelrecht zur Hölle, so dass Shōko schließlich unter dem Druck des Mobbings die Schule verlässt. Aber auch Shōya muss die Schule wechseln, als die Vorfälle publik werden. Auf der Oberschule treffen die beiden wieder aufeinander und Shōya nutzt die zweite Chance, sich mit Shōko auszusöhnen und sie wirklich kennenzulernen. Wie dabei Vorurteile und Missverständnisse gegenüber Menschen mit Behinderung ganz ohne den pädagogischen Zeigefinger in einer berührenden Geschichte benannt und ausgeräumt werden, macht Yoshitoki Ōimas Manga zu einem außergewöhnlichen Werk.